Als Amy zu uns kam war sie völlig verängstigt und halb verhungert. Schnell faßte sie Vertrauen zu uns und hatte sich auch eben so schnell in unser Rudel integriert, wobei sagen muss das integriert in ddem Fall hieß "Ich bin der Boss!" Mit Rocko und Luki hatte sie die perfekten Spielpartner gefunden. Wenn die drei loslegten war absolut nichts vor ihnen sicher, dann ging es, im wahrsten Sinne des Wortes, über Tische und Bänke. Ansonsten war Amy ein eher angenehmer und feundlicher Zeitgenosse.
Natürlich war Amy auch kein Engel, wenn sie sich unbeobachtet wähnte, kramte sie gerne ihre destruktive Seite raus. Zu ihrem Beuteschema gehörten alle Arten von Unterwäsche, Schuhe und was man sonst noch mal eben zerkauen kann - unter anderem auch ein Handy. Aber nun ja, sie war ja noch ein Welpe, ein großer Welpe, zu gegeben, aber ein Welpe von etwa zehn Monaten. Wenn wir mit ihr draußen waren ging es über Stock und Stein. Sie liebte die Raps und Maisfelder, die hier zu der Zeit hoch und weitläufig wuchsen. Ich glaube nichts war schöner für das Trio Infernale, als in den Feldern fangen zu spielen. In den Wochen die Amy bei uns war, konte man zusehen wie sie mehr und mehr auftaute und zu Menschen Vertrauen faßte.
Heute lebte unser Goldlöckchen in Köln, in der Familie einer Autorin für Kinderbücher und Tiergeschichten. Amy hat sich sehr gut in ihre neue Familie intergriert und hat bekommen was sie verdiente - ein liebevolles zuhause. Ich bin schon sehr gespannt ob, und wenn wann, es ein Buch mit Geschichten über Amy gibt.