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Gestern abend klingelte es an der Tür, was ja ansich nicht ungewöhnlich ist, immerhin hat es ja seinen Grund warum wir eine Klingel an der Tür haben - und eine Klingel die nicht klingeln darf, hat ihren Beruf verfehlt! Aber ich schweife ab, es klingelte also, und wer stand vor unserer Tür? Quimby, oder besser gesagt sein neues Frauchen. Selbige gab sich recht aufgebracht und schalmeite mir entgegen das sie Quimby zurück geben wolle. Ich war doch sehr erstaunt ob dieser Aussage, immerhin waren sie und ihr Anhang von Quimby begeistert als sie ihn sahen. Also fragte ich nach warum sie denn den kleinen abgeben wolle, weil er diese Mittelmeerkrankheit (Leishmaniose) habe.
Ich ging also zu meiner Frau, immerhin ist sie diejenige welche die für die Pflegschaften letzendlich die Verantwortung trägt, und berichtete ihr davon. Meine Frau ging also zu der Dame und unterhielt sich kurz mit ihr. Bei einem Telefonat mit der guten Frau, vor ein paar Tagen, sagte sie uns das Quimby sich wohl fühlen würde und das ihm gut ginge. Sie sagte auch das ihm ein Zahn gezogen werden müsse - dies war ihr aber schon bekannt als sie hier abholte, ferner meinte sie noch das sie Quimby noch auf  "diese Mittelmeerkrankheit" untersuchen lassen würde. Schon da konnte ich am Telefon einen eher unzufriedenen, Unterton in ihrer Stimme vernehmen. Der langen kurzer Sinn, Quimby ist wieder bei uns, zumindest solange bis eine andere Pflegestelle für ihn gefunden ist, nicht das wir ihn nicht bei uns haben wollen, aber wir haben zur Zeit schon drei Hunde im Haus.
Selbstverständlich setzten wir uns umgehend mit dem Förderverein in Verbindung, dieser ließ verlautbaren "...ich habe gerade den Test von Quimby in der Hand. Er hat definitiv KEINE Leishamniose. Sein Titer ist lediglich erhöht 1/80! Titer von 1/40 bis 1/320 gelten als fraglich, also dass sie einfach nur in Kontakt gekommen sein können."  Jetzt stellt sich für uns die Frage was steckt nun wirklich dahinter? Gut die Dame meinte das sie unlängst eine Chemotherapie gemacht habe, aber so wie es aussieht wäre es für sie gefährlicher wenn ihr Mann mit einem schnupfen nach Hause käme (korrigiert mich wenn ich falsch liege). Gut die Zahn OP kostet Geld und selbst wenn Quimby, wegen des negativen Testergebnisses Medikamente nehmen müstte, dürften die Kosten auch hier nicht so hoch sein. War es nun das Geld das seine neuen Besitzer abschreckte? Oder war der arme Hund einfach nur die Hände eines unfähigen Tierarztes geraten? Zumindest ließ der Förderverein uns Wissen das bei Quimby definitiv KEINE Behandlung von nöten sei, und ich gehe mal davon aus das Dingo.e.V. nicht mit Stümpern zusammenarbeitet.
Ich frage mich wirklich was das für "Tierfreunde" sind die ein Tier wegen so etwas weg geben. Wenn ich mir überlege was wir für unsere Tiere alles machen, Bijou zum Beispiel, seines Zeichens Allergiker und mit Rheuma geschlagen. Wenn ich mir mal ausrechne was sie Behandlungen für den kleinen Stinker im laufe der Jahre gekostet haben......... Aber trotzden würden wir ihn nicht weg geben! Kann Tierliebe denn wirklich am Geldbeutel aufhören?
Ich hör jetzt lieber auf zu schreiben, denn ich merke das ich mich mehr und mehr in Rage schreibe. Wenn ihr etwas dazu wollt dann benutzt bitte das Forum, wir würden uns freuen eure Meinungen zu diesem Vorfall zu hören.

P.S.
Ich kann natürlich nur darüber spekulieren warum die gute Frau den kleinen Racker nicht mehr haben wollte!!!!