Nuria kam mit Rocco aus Spanien hier her und war gut zwei Monate in einer Pflegestelle hier in der Nähe. Vor ein paar Wochen haben wir die kleine Maus allerdings zu uns geholt. Warum haben wir das getan? Nun die Pflegestelle hat sich nicht wirklich kooperativ mit uns dem Verein verhalten. Laut Aussage der Pflegestelle hatte diese keine Möglichkeit ins Internet zu kommen........, nunja. Die ganze Korrespondenz mit dem Verein lief uns, besser gesagt hatte Diana die ganze Arbeit. Irgendwann hatte es dann gereicht, Sonja hat gesagt das Sie sich jetzt direkt mit der Pflegestelle versuchen würde in Verbindung zu setzen. Aber auch das war fruchtete nicht und es blieb wieder an meiner Frau hängen. Nachdem mehrere Termine für ein Fotoshooting, von Seiten der Pflegestelle nicht eingehalten wurden, durfte ich die gute Frau dann schlißlich doch auch persönlich kennen lernen. Mein persönlicher Eindruck tut an dieser Stelle nichts zur Sache, aber ihr Verhalten dem Hund gegenüber schien mir doch eher kalt und unpersönlich zu sein. Nach mehreren Absprachen mit dem Verein, waren Diana und ich uns einig - Nuri muss da raus!
Als wir der Pflegestelle dieses dann mitteilten hieß es auf einmal das Sie den Hund selber behalten wolle, die Schtzgebühr aber erst zahlen könne wenn Sie aus dem Urlaub wieder zurück sei, wobei Sie dann noch verhandeln wollte. Meine Meinung dazu ist das wenn ich einen Hund ein neues zuhause geben möchte, ist es mir Wurscht wie hoch die Gebühr ist, solange mein Budget nicht komplett gesprengt wird, aber ich feilsche dann nicht um zehn oder zwanzig Euro.
Nunja kurz und gut, wir haben Nuria dann schlißlich abgeholt. Was mir sofort auffiel war das sie sich eher verhalten über Besuch gefreut hat, dass kenne ich von Hunden ganz anders. Die Plegestelle hatte auch nichts eiligeres zu tun als uns auf den guten Zustand des Hundes aufmerksam zu machen. Wie glänzend ihr Fell sei und das sie keinerlei Flöhe oder ähnliches Ungeziefer an sich hätte. Ich kam mir bei der ganzen Sache eher vor als wäre ich in einem Verkaufsgespräch mit einem Gebrauchtwagenhändler. Die Pflegestelle, so erfuhr ich von meiner Frau, nach dem wir wieder auf dem Heimweg waren, hat auch wohl einen Waschzwang bei Hunden - Hunde müssen sauber sein und dürfen nicht müffeln. Dementsprechend waurde Nuri wohl alle Nase lang gebadet und - so scheint es - parfümiert(?)!
Nuria kommt zu uns!
Seit dem Nuria bei uns ist blüht sie zusehends auf. Aus dem verhaltenen freuen, wenn Besuch kommt, ist mit der Zeit ein richtiges freuen geworden. Sie hüpft wie ein Flummi herum und freut sich regelrecht einen Wolf wenn jemand kommt. Auch darf sie sich bei uns schmutzig machen, ohne befürchten zu müssen sogleich in der Wanne zu landen. Dieser Umstand kommt ihr sehr gelegen, denn wie sich heraus gestellt hat, jagt sie für ihr Leben gern Mäuse, dies hat erst dann seinen Reiz wenn die in ihren Erdlöchern verschwunden sind. Nuria versucht dann, voller Inbrunst, diese auszubuddeln, in dieser tätigkeit geht sie dann auch voll und ganz auf. Mit ihren Mitbewohnern, egal ob Hund oder Katz kommt sie prima zurecht, Katzen sind für die kleine Maus nur peripher von Interesse, in dem Sinne das sie halt da sind, es aber nicht lohnt wegen ihnen extra auf zu stehen. Andere Hunde sind als Spielgefährten gern gesehen, natürlich nur solange kein Mauseloch in der Nähe ist! Auch hat sie ein gewisses tänzerisches Talent an den Tag gelegt, was immer wieder für erheiterung sorgt. Was Nuria aber am allerliebsten mag, nach Buddeln, ist ganz nah an ihrem Menschen liegen und ohne Ende gestreichelt werden. Nuria ist ein richtiges Goldstück auf vier Pfoten und hat sich ganz schnell in unsere Herzen geschlichen. Apropos geschlichen, wenn unsere Schmusebacke auf jemandes Schoß möchte, so tut sie dies nicht wie andere Hunde. Im Gegensatz zu anderen Hunden, die einfach auf den Schoß springen, macht Nuria dies viel subtiler, erst kommt eine Pfote auf ein Bein, dann noch eine - und nach und anch kommt der Rest von ihr hinterher. Dieser Vorgang kann ein paar Minuten dauern, ganz nach dem Motto, "Wenn ich das gaaaaanz langsam mache, merkt es keiner!" Wenn sie dann endlich ihr Ziel erreicht hat, versucht sie in einen rein zu kriechen und drückt sich ganz fest an einen.