Sonntag morgen, sieben Uhr in der Früh - Welttierschutztag, jedoch kein „Jörgschutztag“! Der Samstag war schon schlimm genug, ein siebzigster Geburtstag, und eine Wiedervereinigung mit einem alten Freund, den ich schon lange nicht mehr gesehen hatte, tötlicherweise auf einer Kirmes. So wunderte es mich nicht das Morgen nicht nur mit einem Morgengrauen, sondern auch mit einem Grauen am Morgen am morgen begann. Nunja, ich hätte liegen bleiben können, aber wir wollten unbedingt nach Üxheim zum Sommertreffen des Dingo e.V.
Ich hatte zwei Stunden um meine Plünnen zusammen zu finden, warum habe ich das nicht schon Gestern gemacht? Späte Erkenntnis in früher Morgenstunde! Die zweite Montur, wenn das Wetter nicht mitspielen sollte, war schnell zusammen gefunden, aber dann die alte Fotoausrüstung, falls das Wetter eben doch mitspielen sollte, stellte mich, zu der frühen Stunde, vor eine fast unlösbare Aufgabe. Aber nach zwei Tassen „Hallowach“ Kaffee kam mein Gehirn dann endlich auf Touren und ich konnte einordnen was ich brauche und was nicht, und vor allem wie ich es verstaue.
Um neuen Uhr war dann alles ausgewählt und akkurat verstaut, und wir zur Abreise bereit.
Zur Abreise bereit hieß in dem Fall, erst zu Schwiegermuttern, Kuchen abholen der mit nach Üxheim sollte, dann Bijou bei einer Tante von Diana abliefern, wir wollten unserem Senior den Streß nicht zumuten. Nach dem dies alles erledigt war ging es endlich auf die Autobahn, wir hatten noch zirka drei Stunden Zeit, und ich war mir sicher das unser zwanzig Jahre alter Golf das schon schaffen würde! Irgendwo zwischen hier und Üxheim, genauer gesagt alle fünfzig Kilometer, war ich mir dann doch eher sicher das er es nicht schafft. Denn wann immer ich das Gaspedal durch trat, fing der alte Stinker an zu Bocken wie ein Muli wenn es über eine Brücke soll. Ich verbrachte also einen guten Teil der Zeit damit mir zu überlegen ob es vielleicht doch Götter gäbe, und wenn welcher wohl für Autos zuständig sei, und ob es sich lohnen würde, dass eine oder andere, Stoßgebet zu ihm zu senden. Wenn ich mich nicht mit theologischen Fragen quälte, sorgte unser Luki dafür das die Reise nicht langweilig wurde. Leider ist der kleine Terrorterrier ein eher schlechter Beifahrer. Er hüpft durchs Auto wie ein Flumi, solange bis er seinen Dickkopf durch hat und vorne auf dem Schoß ist. Das geht ja noch so grade eben, wenn man mal eben mit ihm Brötchen holen fährt, aber auf einer dreistündigen Fahrt? Eher nicht, von daher sollte er in seine Transportbox. Was wir für eine gute, und auch sichere Idee hielten, hielt der Lukinator für eine Scheißidee. Immer wider gelang es ihm aus seiner Box aus zu brechen, was die Fahrt nicht gerade angenehmer machte.
Nunja, nach dreihundert Kilometern und gefühlten zehn Stunden, waren wir dann endlich am Ziel, und das sogar pünktlich!!!! Und um die Fahrt so richtig ab zu runden kamen wir, die wir bei strahlendem Sonnenschein los gefahren waren, bei Regenwetter an. Aber was uns nicht tötet das macht uns härter, weiß ein altes Spruchweistum zu berichten. Und genau gemäß diesem Motto haben wir dann Luki, Nuria und Fina aus dem Golf, der zufrieden ächtzte, befeit und hbaen uns auf den Weg zu dem Sommertreffen gemacht. Nach einem kurzem Fußmarsch von vielleicht fünzig Metern, kam uns ein Grüppchen Hundehalter, mit ihren Hunden (wer hätte es gedacht?) entgegen, angeführt von Sonja Zietlow. Diese Gruppe befand sich schon auf dem Weg zur Schnitzeljagd, nach einer kurzen Begrüßung zogen sie dann auch, das Schnitzel jagend, davon und wir weiter, immer dem Gebell nach, zu einem Reiterhof der für diesen Tag, sowohl Zuflucht, als auch Nahrungsquelle für uns war. Hier trafen wir neben etlichen anderen Leuten und ihren Pflegehunden, auch Astrid und Uwe - eine Pflegestelle aus unserer näheren Umgebung - mit einem Teil ihrer Schützlinge, nebst Zora. Zora ist eine Bordeux Dogge und hat einen gewaltigen Eindruck bei unserem Lukinator hinterlassen. Luki der mutige, war an diesem Tag eher Luki der Hasenherzige. Nie zuvor habe ich den Lukinator so kleinlaut gesehen, mag es an den vielen Hunden die viel größer waren als er gelegen haben?
Die Zeit reichte gerade für eine Begrüßung, und eine Zigarette, und dann machten auch wir uns auf die Jagd (um es vorweg zu nehmen, ein Schnitzel haben wir, zu meiner Entäuschung nicht gefunden). Die Jagd fand auf einem Teilstück des "Eifelkrimis" statt. Ein landschaftlich wunderschöner Wanderweg in der Vulkaneifel. Als wir uns auf den Weg machten wurde das Wetter sogar besser, bisweilen lugte gar die Sonne hinter den Wolken hervor, so ließ ich mir die Schnitzeljagd gern gefallen, immerhin wußte ich das mich am Ende Bratwurst und Kartoffelsalat erwarten würden. Auch unsere drei Vierbeiner waren Feuer und Flamme. Nicht jeden Tag haen sie die Gelegenheit in einem kelinen Rudel mit zu laufen, und so viel neues zu erschnüffeln. Der Wendepunkt der Schnitzeljagd war schließlich ein kleiner Wasserfall, dort durften wir einen Schatz suchen, bestehend aus einer Tüte voll mit Lekereien. Zumindest, so wußte ich jetzt, würde ich nicht vor Hunger tot umfallen.
Im hellen Sonnenschein nahmen wir dann den Rückweg in Angriff. Die Aussicht auf Grillgut verlieh uns allen Flügel. Fast schien es das der Weg zurück gar nicht mehr so lang sein würde, aber eben nur fast. Nach dem wir etwa ein Viertel des Weges hinter uns hatten zogen dunkele Wolken auf, und die versprachen nichts gutes, sie sollten ihr Versprechen einhalten. Es regnete nbicht nur, nein es schüttete, innerhalb weniger Minuten war ich, und nicht nur ich, bis auf die Haut durchnässt, zu allem blies auch noch ein heftiger Wind, was meiner Stimmung nicht gerade zuträglich war. Aaaaaber ich hatte ja noch trockene Kleidung im Auto, nur dieses schien unendlich weit weg zu sein. So stapfte ich todesmutig, immer das Ende durch erfrieren oder ertrinken, vor Augen durch die Eifel. Oft genug war ich kurz davor aufzugeben und den anderen zu zu rufen:
"Lauft nur weiter, ich schaffe ich es nicht mehr, lasst mich zurück ich halte euch nur auf, geht und erfüllt die Mission!" Aber ich habe durchgehalten, habe mich durch den Regen gekämpft. Aber nicht nur ich hatte das eine oder andere Problem mit dem Regen. Auch die Hunde fanden es nicht wirklich lustig so dermaßen Nass zu werden. Luki - der sonst vor keiner Gelegenheit zurück schreckt sich dreckig zu machen - wurde aber so was von klein, Nuria und Fina - die solches Wetter wohl gar nicht kannten - zeigten sich eher missmutig. So zogen wir dann weiter, unsere Gruppe hatte sich weit aus einaner gezogen, aber alle hattesn ein Ziel, ein trokenes Plätzchen. Kurz bevor wir unser Ziel erreicht hatten ließ der Regen dann endlich nach, zu spät für die meisten von uns, die wir wortwörtlich Nass bis auf die Haut waren. Doch führte mich mein Weg nicht direkt zum Reiterhof, zu erst musste ich ja noch zu unserem Golf, dort würde ich trockene Kleidung finden, und die hatte ich wirklich nötig.
Am Reiterhof angekommen kam mir Sonja entgegen, wohl eher zufällig aber nichts destsotrotz war ich auf höchste erfreut Sonja zu sehen und ging freudig auf sie zu.
"Hi", begann ich "kann ich mich hier irgendwo umziehen?" ein Blick über das Gelände mit seinen Nebengebäuden ließ nicht unbedingt Hoffnung in mir aufkeimen.
"Ohje, keine Ahnung, ich bin ja auch nur Gast hier, aber warte mal einen Moment ich frage mal nach."
So stand ich mit meinem Beutel, voll mit trockener Kleidung, und wartete. Immerhin die Gelegenheit eine Zigarette zu rauchen; die nicht sofort vom Regen wieder gelöscht werden würde. Es dauerte nicht lange bis Sonja wieder zu mir kam.
"So", sagte sie "ich habe da was wo Du dich umziehen kannst. Ist zwar nur mit einer Glatür, aber ich glaube das macht Dir jetzt auch nichts mehr aus, oder?" Oh Nein, dass machte mir mit Sicherheit nichts aus, dankbar folgte ich ihr zu dem Raum, bedankte mich herzlich und zog mich zurück. Wenige Minuten später war ich wieder in trockenen Kleidern und fühlte mich etwas wohler.
Als ich wieder zu der Gruppe Leute stieß, die sich draußen versammelt hatte, kamen mir Astrid, Uwe und Diana entgegen, Fina war in eine Decke gehüllt und die anderen beiden machten auch keinen glücklichen Eindruck. Wir kamen überein das es besser sei die Bande, fürs erste, in den Wagen zu bringen.
Nachdem wir also unsere "Schäfchen" im trockenen hatten kam der gemütliche Teil, mit Kuchen, Bratwurst und Kartoffelsalat.
Als ich mich auf den Weg machte um Nachschub zu holen, sah ich einen Hund der mir sehr bekannt vorkam.
"Entschuldigung, aber ist das zufällig Quimby?" fragte ich den netten Herren neben mir.
"Ja!" bekam ich zur Antwort, und der Mann schaute mich an. "Sie sind doch der der Quimby zu mir brachte!?" fuhr er fort. Ich machte sofort meine Frau auf die beiden Aufmerksam, und sie stieß zu uns. Wir beide waren hoch erfreut Quimby wieder zu treffen. Es kam zu einem kurzen Dialog in dem der neue Halter von Quimby uns davon erzählte wie er sich machte. Wie es scheint hat Quimby das Zepter fest in der Hand, in seinem neuen zu Hause. Ich habe die beiden noch eine Weile beobachtet, und kam zu dem Ergebniss das sich da zwei gesucht und gefunden haben. Quimby ist so sehr auf sein Herrchen fixiert das er von dem Rest der Welt kaum noch Notiz nimmt. Wir freuen uns so sehr für ihn, er hat es sich vedient!
Der Rest des Programms, dass aus einem Spassturnier und einem Igiltity Parcour bestanden hätte, fiel leider ins Wasser - im wahrsten Sinne des Wortes! Trotzalledem hatten wir einen schönen Tag in Üxheim, und haben sehr neues über unseren Lukinator erfahren. Auch wenn er hier, zu Hause, ein Ego hat das einer Bulldogge alle ehre machen würde, so ist er wenn er mit vielen anderen Hunden, die dann auch noch größer sind als er, eher wie ein Chihuahua im Katzenhaus. Ja ich kann mit Fug und Recht behaupten das der Tag in Üxheim ein voller, wenn auch feuchter, Erfolg für uns war.
Die ganze Aktion wurde begleitet von einem Team von Fotografen und einem Kamerateam des MDR, sobald ich weiß wann die Ausstrahlung des Beitrags ist werde ich es hier publik machen.
Am späten Nachmittag wurden dann auch noch Luftballons, mit Karten, auf die Reise geschickt und Fotos gemacht, auch hier werde ich, wenn wir genaures Wissen, dies auf der Homepage bekannt geben. Nachdem dies dann geschafft war, machten wir uns wieder auf den Weg gen Heimat, und wir hatten drei völlig geschaffte Hunde im Fond des Golfs, der und übrigens ohne Zicken nach Hause brachte.